Im Juni 2016 wurde unsere Tochter geboren. Bereits während der Schwangerschaft änderte sich einiges für Bobby. Ich möchte dir mit diesem Beitrag ein paar Tipps geben, wie du deinen Hund auf den neuen Mitbewohner vorbereitest und was du nach der Geburt beachten solltest.

Was du während der Schwangerschaft tun kannst….

Bereits während der Schwangerschaft solltest du dir Gedanken machen, was sich räumlich ändern wird. Vielleicht möchtest du, dass dein Hund bestimmte Räume (z.B. späteres Kinderzimmer) nicht betritt. Dann etabliere dies bereits jetzt und nicht erst, wenn dein Baby da ist. Richte für deinen Hund Ruhezonen ein, wo er sich zurück ziehen kann, wenn es zu turbulent wird. Dabei ist es auch hilfreich, dass auf die Decke schicken zu trainieren. Dein Hund sollte dies als etwas Schönes empfinden und nicht als eine Strafe. Es kommt oft vor, dass du die Hände voll hast, dein Baby weint und du sehr hektisch wirst. Wenn dann dein Hund im Weg steht, dann wird es noch chaotischer. Besser ist es du kannst ihn auf seinen Platz schicken und er hat gelernt, dort eine Weile zu warten.

Es schadet auch nicht etwas am Grundgehorsam deines Hundes zu trainieren. Zum Beispiel an der Leinenführigkeit. Du wirst bald mit Wagen und Hund unterwegs sein. Ein ziehender Hund ist da eher unpraktisch. Ein klares Abbruchsignal, sowie das Ausgeben von Dingen sind auch nützliche Signale im Zusammenleben mit einem Kind. Zum Beispiel wenn er ein Kinderspielzeug aufgenommen hat oder er beabsichtigt auf die Krabbeldecke zu gehen. Wenn du einen geräuschempfindlichen Hund hast, dann kannst du ihn bereits jetzt an klappernde Dinge gewöhnen. Verbringst du viel Zeit mit deinem Hund, dann solltest du damit beginnen diese Zeit langsam etwas zu verkürzen. Wenn dein Baby da ist, dann bleibt nicht so viel Zeit für deinen Hund und er muss erst einmal zurück stecken. Wenn du ihn langsam darauf vorbereitest, dann ist es kein zu großer Schock für ihn.

Ganz besonders wichtig ist die Beißhemmung. Dein Hund sollte lernen, dass im Spiel oder bei der Gabe von Leckerli keine Zähne zum Einsatz kommen dürfen.

Regeln für deinen Hund….

Wie bereits erwähnt, wird es einige Tabuzonen für deinen Hund geben. Dazu zählt vor allem die Krabbeldecke. Das Kinderspielzeug, das Kinderzimmer und das Kinderbett sind ebenfalls tabu.

Ganz wichtig ist es, dass dein Hund lernt, dass Essbares bzw. alles was dein Kind in der Hand hat, nichts für Hunde ist. Es kommt die Zeit, da wir dein Kind durch die Wohnung laufen und z.B. ein Brötchen in der Hand haben. Dein Hund macht schnapp und das Brötchen ist weg. Dies kann eventuell auch schmerzhaft für dein Kind sein.

Regeln für dein Kind….

Du hast Ruhezonen für deinen Hund eingerichtet. Diese sollte dein Kind respektieren und hat dort nichts zu suchen und es ist dabei egal, ob dein Hund sich auf diesem Platz befindet oder nicht. Ebenfalls hat dein Kind nicht in der Nähe zu sein, wenn dein Hund frisst. Es kann sein, dass dein Hund sein Futter verteidigt und dies könnte gefährliche Folgen haben. Das bedeutet auch, dass du keine Kauartikel und Hundespielzeuge liegen lassen solltest und der Futternapf nachdem fressen immer weggeräumt wird.

Dein Kind lernt erst, sich in andere hineinzuversetzen und nachzuempfinden, was derjenige gerade fühlt. Erkläre deinem Kind so oft du kannst, was dein Hund gerade fühlt, was er will oder nicht will und wie er das sagt.

Allgemeine Hinweise….

Sicherlich denkst du, dass dein Hund der kinderliebste auf der Welt ist und er deinem Baby nichts tun wird. Das wird auch bestimmt so sein und dein Hund verfolgt auch nicht die Absicht, deinem Baby etwas zu tun. Nichts desto trotz gibt es immer Missverständnisse in der Kommunikation zwischen Hund und Kind. Demnach lass niemals deinen Hund und dein Kind unbeaufsichtigt allein zusammen. Auch wenn du nur kurz auf Toilette willst und dein Hund auf seinem Platz liegt und dein Baby fröhlich auf seiner Decke spielt.

Was aber ebenso wichtig ist, ist der kontrollierte Kontakt zwischen deinem Hund und deinem Baby. Wenn du aus dem Krankenhaus kommst und dein Hund sich beruhigt hat, dann lass ihn ruhig an deinem Baby schnüffeln, sofern er den Kontakt sucht. Zwinge deinen Hund nicht dazu, denn er soll sich ja wohlfühlen.

Damit dein Hund nicht allzu kurz kommt, wäre es schön, wenn du ein neues Ritual etablierst bzw. dir extra Zeit für ihn nimmst. Das kann sein, wenn dein Kind schläft, ihr eine Kuschelrunde bzw. eine kleine Trainingseinheit einlegt. Oder wenn du und dein Baby raus geht, du die Runde so planst, dass dein Hund mitkommen kann.

Jeder Hund, jedes Kind und jede Lebenssituation ist anders und wahrscheinlich brauchst du nicht alle Tipps bzw. Regeln für dich und deinen Hund. Doch ich hoffe, ich konnte dir an der einen oder anderen Stelle etwas helfen.

Vielleicht bist du schon Mutter und Hundehalterin und kannst aus eigener Erfahrung sprechen, wie deine Vorbereitungen waren oder was sich für deinen Hund geändert hat. Ich freue mich über ein Kommentar von dir.

Deine Tina

Advertisements